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Archive for Oktober 2009

Xi’an, China

Weil es toll war. Klingt strange, macht aber alles Sinn, weiter unten.

Erstmal kurz zur aktuellen Situation:

Ich bin gestern Abend wieder in Xi’an angekommen,nachdemich dieletzten 2 Tage auf dem Hua Schan, dem heiligen Berg 200 km oestlichvon Xi’an verbracht habe.

Also,was macht man in Xi’an, richtig: Die Tarracotta Warriors and Horses, das 8te Weltwunder, wie es so gross auf dem Schild ueber dem Eingang steht. Und jetzt bitte alle einmal im Chor mitlachen. Ich will ja jetzt nicht irgendwie boese rueberkommen, aber das war einfach laecherlich. Ich meine die Idee und die Geschichte dahinter ist interessant, aber das Ding an sich ist echt lahm. Erstmal ist es natuerlich, ist ja in China, ueberrannt bis zum gehtnichtmehr. Und dann sieht man Gefuehle 500 Soldaten,von einem Steg der mindestens 4 Meter ueber den Soldaten ringsherum geht. Ich weiss auch nicht wirklich was ich davon nun halten soll,aber beeindruckend ist was anderes. Es stand auf der Liste und ist einfach ein Muss wenn man hier ist, aber im Endeffekt war es das Geld, knapp 10 Euro Eintritt nicht wirklich wert.

Xi’an an sich ist eine 4,5 Millionenstadt, fuhlt sich aber dank der Stadtmauer solangeman innerhalb der Mauer ist nicht ganz so riesig an. Wirklich viel zu tun gibt es hier,wenn man nicht der absolute Geschichstfreak ist nicht. Meine Lieblingsbeschaeftigung hier ist das herumwandern im „Muslim Quarter“ in dem es allerhand Leckereien zu absoluten Spotpreisen zu kaufen gibt. Einelockale Spezialitat, 2 pfannenkuchenaehnliche Gebilde mit einer Fleisch-Krautermischung zwischendrin, was frisch fuereinen gemacht wird kostet laecherliche 2 Yuan, schmeckt hervorragen undmacht satt. Die Doener hier sind genial, die Fleischspiese ein Traum und die Suppen einfach herrlich.

Auch genial ist mein Hostel, mit einer eigenen,echt geilen, Bar im Keller in der jeden Abend echt viel los ist und jeder Hostelgast 1 Freibier pro Abend bekommt, Pool, Dart und Tischtennis natuerlich umsonst obendrauf.

Die andere Sache dir mir an Xi’an richtig gut gefallen hat war der Hua Shan, der heilige Berg oestlich von Xi’an. An der hoechtsten Stelle hat der Berg ca. 2160 m. Wer micht kennt weiss, ich scheiss auf Taoismus oder alle anderen, es geht um das wandern ansich. Und da ich dachte ich bin klug habe ich natuerlich mein Zelt und alles andere fuers camping benoetigte, Essen und Wasser (4l) mitgenommen. Macht dann also ca 21 kg als es los ging. Is ja egal, der Weg wurde aufmehreren Seiten als „fairly easy“ beschrieben.

Gestartet wird in einem kleinen Dorf ganz am Fuss des Berges auf ca 450 m Hoehe. Die ersten 3 km sind schon relativ steil, also fuer mich mit dem Rucksackecht schon arbeit, und an den Chinesen auf dem Weg hat man gesehen, dass es auch ohne schon echt ein Stueck Arbeit war. Aber dannginges erst los, dennvon nun an hiess es Treppenstufen, und zwar nur Treppenstufen und vorallemchinesische Treppenstufen, soll heissen doppelt so hoch wie unsere, dafuer aber halb so schmal. Und das war einfach echt ordentlich harte Arbeit. 4,5 h nur bergauf mit dem Backpack. Zwar ist es umso schoener wenn man oben ist, aber alter Schwede das war schon heftig.
Allerdings war auch der Weg nach oben schon gespickt von tollen Momenten. Beispielsweise bildet sich durch das gemeinsame Leiden immer schon eine Art „Wandergruppe“. Meine bestand aus 2 aelteren chinesischen Maennern und einem jungen chinesischen Paar. Das Spielchen war dann immer das gleiche:

Man kann 5 Minuten laufen, dannach brennen die Beine einfach zu stark um weiter zu gehen und dahermacht man kurz eine Minute Pause. In der Zeit ueberhollt einen die Gruppe wieder,lacht spornt einen an und laeuft weiter. Wenn man dann selber wieder los laeuft findet man die anderen nach 2 Minuten auf der Treppe sitzend,schwitzend und nach Luft schnappend. Und macht genau das gleiche anspornen/aergern spiel mit ihnen. Das Paar ist uebrigens den Berg hoch gelaufen um auf dem Gipfel ein Vorhaengeschloss mit ihren Namen an der Kette zu befestigen, was fuer die Paare hier ein Brauch ist.

Die Tagesetappe endete dann am Northpeak, dem ersten Gipfel (1680m).

Um meinen Kampf mit dem Berg auch zu wuerdigen habe ich natuerlich oben auf dem Northpeak in einer Art Hoehle gecampt, war echt super,Windstill und die Hoehle hat mich vor dem Regen geschuetzt.

Am zweiten Tag gings dann ganz frueh ausm Zelt (6:30) da dann der Berg noch leer ist, denn am ersten Tag war als ich oben ankam die Hoelle los, da die ganzen Chinesen die Seilbahn hoch genommen haben. Aber um die Uhrzeit war die Seilbahn noch nichtmal an. Und so hatte ich einen super zweiten Tag,zwar wieder anstrengend aber nicht so extrem wie der erste Tag. Ich habe 3 der 5 Gipfel bestiegen bevor ich gegen 12 die Seilbahn nach unten genommen habe,da mir der Weg bergab einfach zu gefaehrlich war,vorallem wegen den Stufen und dem Rucksack.

So,dachte ich,jetzt wars dass,in ca 3 Stunden werde ich dann im Hostelin Xi’an sein. Nene,so einfach wars nicht. Denn die Seilbahn setzt einem an einemParkplatz ausvondemShuttlebuse insDorffahren,um dann den Bus zurueck nach Xi’an zu nehmen. Der Shuttelbus haellt also an einem Parkplatz,der ganze Bus steigt aus,ich also auch. Da steht auch gleich ein Bus bereitmit einemchinesen davor derXi’an Xi’an schreit. alles klar wird schon passen. 33 Yuan, drei mehr als der andere Bus, ja wird schon passen, ich war vollkommen erschoepft und wollte nicht im Dorf herumirren. Aber irgendwie bin ichdaglaube ich an die chinesische Busmafia geraten. Der Bus ist erstmal durch den Ort gefahren,alles wirkt super, und dann in eine kleine Stadt neben dem Dorf, so austeigen Bus wechseln. Gutmacht ja evtl Sinn. Alsodie ganzen 5 Leute,ja so viele, den Bus wechseln in einen groesseren Bus. Mit dem fahren wir,ca 5 Minuten, bis die Hupe in einem Tunnelblockiert und daher dasDing auf Dauerhupen steht. 2 Minuten also im hoellen Laerm durch den Tunnel gefahren, damitder Busfahrer kurz nach dem Tunnel rechts ran faehrt undeinfach mal die Huperausreist und auf den Standstreifen donnert. OK, China, wahrscheinlich ist die neue billiger als das reparieren. Dann nach nochmal 10 Minuten fahren wir auf einmal in einen Ort, laden knapp 20 andere Leute ein und fahren die Hauptstrasse entlang,nur um ganz am Ende In einen kleinen eher verdaechtig wirkendenden Hinterhof abzubiegen,in dem der Bus auf einmal aufgebockt wird und irgendwas an der Hinterachse rumgeschraubt wird.

Finde ich natuerlich lustig und mach n paar fotos davon. Und gerade als ich wieder einsteige kommt die Bustante hergerannt und schreit mich an in chinesisch,vermutlich was mir den Einfaellt Fotos zu machen undwas weiss ich. Dann musste ich vor ihren Augen ein Foto loeschen, bloed nur dass ich mehrere hatte und sie es nicht gerafft hat. Nach ca 40 Minuten gings also wieder weiter und ab hier ohne Probleme,dachte ich. Wir fahren nach Xi’an rein,doch von wo aus der andere Bus noch ne halbe Stunde gefahren waere hat der einfach angehalten und alle rausgeschmissen. Da stand ich dann alsomitten im Nichts in Xi’an, natuerlich keinen Stadtplan, Busplan oder einfach nur einen Plan. 1h bin ich nach Westen gelaufen, denn daswas in meinemKopf das richtige. Dann habe ich irgendwo zufaelligein Hotelgefunden, in der die Frau an der Rezeptions minimalEnglischkonnte undmiraleoerklaert: Bus 717 goes to Railway. Alla hopp, gesagt getan. Bus genommen und irgendwie erklaert, dass ich zum Bahnhofwill. Ich dachte sie hattenmich verstanden. Also reingehockt und 1,5 Stunden im Bus geblieben. Irgendwann waren dannalle ausgestiegen,aussermir,dem Fahrer und der Frau die die Karten im Bus verkauft. Der Fahrer faehrt rechts ran, wo noch 20 weitere Busse der selben Route stehn, schaut mich verwundert an und wedelt mit den Haenden. Natuerlichkonnte keiner Englisch und nichts. Und dann kam er,der erste wirklich wunderbare Moment den ich mit chinesischen Leute hatte. Die Frau zueckt ihr Handy und ruft ihre Tochter an,die minimal Englisch kann, und so haben wir knapp 30 Minuten mit ihrem Handy rumtelefoniert und hin und her gegeben,bis wir schlussendlich geklaert hatten,dass ich zum Bahnhof will. Alles klar,wieder in den gleichen Bus eingestiegen,aber nur ich und der Fahrer,die Frau ist heim gegangen. Dann kam noch ein Chinese,der in den Bus wollte,doch der Busfahrer hat ihn nicht gelassen. Nur ich. Und dann hat er mich 50 Minuten privat zum Bahnhof kutschiert undwollte ums verreckenkein Geld,keineKippen und nichts annehmen. Sowas genial freundliches habe ich selten erlebt. Daswar wirklich wirklich ein genialer Moment.

Morgen gehts dann weiter nach Lanzhou, nordwestlichvon hier und eher untypisch fuer Backpacker, genau warum ich hin will. Es ist zwar schoen,dass sich seit UlanBaatar so eine kleine „Reisefamilie“ gebildet hat, da ich immer wieder die gleiche Leute getrofen habeundman so immer wieder jmd kennt, aber ich will einfach ma weiter weg von derStandartrouten. Daher Lanzhou, oder eigtl will ich nicht nach Lanzhou, sondern in die Berge suedlich davon undmich nach Sichuan durcharbeiten. Dabei komme ich bis auf 40 km oder so an die tibetische Grenze, wesewegen da in regelmaessigen Abstaenden auch kein Internet ist.

So, dass reciht jetzt auch malwieder an Text, nurnoch eins. Fuer alle die evtl auf Reisen wollen oder sind (Lenny und Niebel!) Hostelworldgibt grade die GoldMember Card umsonst her fuer 6 Monate, was einem echt Geld spart (hier: http://www.hostelworld.com/backpax/ )

tschoe

2 Bilder,mehr nicht, da ich sie extern speichern muss,da die Webproxys das uploaden nicht erlauben. Und ja, ich weiss 1 davon ist auchnoch unscharf,was ich mir alles erlaube.

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In your face China!

Pingyao, China

SO, hat etwas gedauert und es gibt auch keine Bilder, sorry.

Also, erstmal danke an alle fuer diee Geburtstagswuensche.

Nun zum Problem, fuer di die es noch nicht irgendwie mitgegrieegt haben weil ich sie damit generevt habe: Der chinesische Staat blockt alle wordpress Seiten im Land, daher hab eich die ganze Zeit nix schreiben koeennen, geschweigeedenn Bildeer hochladen.
Proxys konnte ich nie installiereen, weil die PCs immer in Internetcafees waren oder die Hostels einem kein installationsrecht geben. Alle Webproxys die ich bisher gefunden habe waren auch schon im Filter drin und gingen daher nicht. Ich hab jeetzt einen gefgunden, kp wie lange der noch funkt.

Das war mal der Grund der etwas laengeren Abstinenz und der vrmutlich auch wieederkehrenden, denn wie gesagt, wer weiss wie lange das auf diee Art noch klappt.

Im Moment sitze ich in Pinyao, einer kleinen Stadt mit nur einer halben Millionen Leuten! Die Altstadt ist UNESCO Weltkulturerbe und ist wundeerschoen. Mein Hostel ist mitten in der Stadt (yamenhostel.com) und echt wunderschoen. EIn alter Courtyard im klassischen Stil, wunderschoene Zimmer und perfektes Wetter.

Bevor ich hier war war ich 6 Tage in Peking. War auch toll, nicht ganz so meins, da die Leute einfach zu hektisch waren, zu unfreundlich und eigtl nur noch Gld wollten. Abeer die Grosse Mauer war genial, vorallem da ich nach Simatai gefahren bin, relativ weit weg und relativ ruhig. Man konntee 12km auf der Mauer entlang wandern und das war genial. Anstrengend wie Sau aber absolut die Muehe wert. Und vorallem, da oben hatte man auch mal seine Ruhe. Ausserdem war ich noch shoppen:zwei 120 GB USB-Sticks fur insgeesamt 5 Euro, natuerlich Virenverseucht, aber die sind mittlerweile runter, und es sind wirklich 120 GB, was ich eigtl erst nicht ganz geglaubt habe. Und was an Peking absolut geliebt habe war: Peking Ente. Alter verfickter Schwede, um es mal so zu sagen, das war genialst lecker. Allgeemein das Essen war genial. AUf den ersten Blick auch echt billig, nur mittlerweile sehe ich hier, dass es doch eher teuer war.

Die verbotene Stadt war absolut nervig, da die ganzen Touris (Chinesen) sich absolut daneben benehmen und sich halbtod pruegeln um ein Foto von irgendwas zu erhaschen. Und das Problem ist, es gibt so viele von ihnen, dass man dabei echt keine Freude mehr hat. Vorallem, da sie immer in Gruppen untrewegs sind, und ihr Gruppeenfuehrer aufgrund der Masse an Touris dann natuerlich ein Megaphon benutzt. Das ganze mal 5000, denn so viele Gruppeen waren da nach meinem Gefuehl unterewegs und ihr habt die verbotene Stadt.

Die alten Viertel wiederum waren super und die lokalen Leute, vorallem die alten, waren wirklich noch freundlich und unerwartet fit. Im Park dees Himmelstempels habe ich fast 1 Stunde mit alten Chinesen hackiSaecki gespielt, das war super.

Insgeesamt habe ich aus Peking gemischte Geefuehle mitgebracht, aber insgesamt doch positive.

Hier in Ping Yao widerum ist es ganz anderst. Es gibt zwar auch chinesische Touris die in Gruppen durch diee Altstadt ziehen, aber es sind reelativ wenige und die Stadt an sich hat eine viel chinesischere Atmosphaere. Ich weiss, dass klingt dumm, aber so fuehlt es sich halt an. AUsserdeem gibt es hieer essen, viel und gut, ab 6 Yuan.
Ich wuerd jetzt echt gern ein paar Bildre hochladen, denn es sieht hier echt super aus.

Naja, ich hoere jetzt glaub ich auf, da das Internet hier im algemeinen schon nicht gut ist, daher isses mit dem Onlineproxy noch beschissener, ist beim schreibn auch schon ein paar mal abgekackt.

Morgen Nacht gehts weiter nach Xi’an und ab da wird dann mal wieder geschaut.

Machts gut bis bald.

PS: Das E haengt hier als oder doppelt alles, soll heissen, es ist nicht nur meine dummheit!

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Ulan Bator, Mongolei

Sodele,

erstmal die gute Nachricht, die Kamera hat die Wueste ueberlebt! Das war so zoemlich meine groesste Sorge, aber es lief ohne Probleme, nie direkt in Sand gefallen und auch im Objektiv hoert man kaum ein knirschen wenn man dran rumspielt.

Dann, die zweite gute Nachricht: es war saugeil. Genaueres weiter unten.

Aber wir fangen mal von vorne an.

Das war meine Gruppe:

P1010647

hier zu sehen bei so ner Art Grand Canyon der Mongolei. Sehr schoenes Gebiet, super zum rumklettern und einfach Seele baumeln lassen. Einmal von links nach rechts: Ich, Lise, Maggie, Manuela und vorne Thomas.

Wir hatten ne super Zeit, und die Konstellations der Gruppe war echt super. Am allerbesten hab ich mich mit Lise verstanden, was auch der Grund ist, warum ich heute so viel Zeit habe hier die ganzen Bilder hochzuladen und den Artikel zu schreiben, denn zum Abschluss ham wir zwei gestern nochmal n bissl Karten gespielt, was dann zu einer nacht ohne Schlaf, Auf den Sofa einpennen und Kopfweh fuehrte. Aber geil wars. Wir hatten einfach eine super Zeit, weil sie genau so Balla ist wie ich. Sie war auch die einzige, die mit mir im White Lake schwimmen war (Wassertemperatur 5 Grad).

Hier ein Bild vom White Lake:

DSC_1030

Aber erstmal wieder zurueck zum Anfang, „Grand Canyon“, das war der erste Stop am zweiten Tag, nachdem wir mit original Mongolischer Musik (nach ca 10 Tagen ohne andere Musik wird sie gut) ca 8 Stunden durch atemberaubende Landschaften gefahren sind. Am ersten Tag waren wir zwar auch bei einer Steinlandschaft, den Rock Formations, aber da sind die Bilder nicht wirklich gut geworden. Was wir aber dafuer am ersten Tag hatten, war der geilste Sternenhimmel den ich jemals gesehen habe.
Es klingt immer so nach Hippie und Esoterickgelabber, aber der Himmel war unvergleichlich. Es war kein Mond da, und trotzdem war es durch die Sterne hell genug, um ohne Probleme rumlaufen zu koennen. Man sieht die Milchstrasse so definiert und hell, das es fast wie ein band wirkt. Wir sind daher am ersten abend einfach nur alle ca 1 Stunde draussen gestanden und haben in dem Himmel gegafft. Man kann sich daran wirklich nicht satt sehen. Ich habe natuerlich versucht es zu fotographieren, aber das resultat war erbaehrlich, erwartungsgemaehs. Aber egal, hier ist der Versuch:

DSC_0477

Geschlaffen wird natuerlich standesgemaehs in Yurten, und zwar jede Nacht, waehrend des gesamten Trips.

Auch herrlich sind die kurzen Zwischenstops, entweder mitten im Nichts um Lunch zu kochen:

DSC_0497

oder in kleinen Doerfen, in dennen man sofort von Scharen von Kindern belaggert wird, aber nicht aufdringlich, da sie wissen, das die Fahrer immer Suessen dabei haben. Oder um Steckengebliebenen aus dem „Strassengraben“ zu helfen. Auch sehr sehr schoen war die Tatsache, dass wir es geschafft haben, mitten in einen Sandsturm zu fahren. (Alles in den Bildern)
Der hat uns dann zwar ca einen halben Tag gekostet, aber dafuer kann ich sagen, dass ich einen Gobi-Sandsturm durchgestanden habe.

Ueber 80% der Gobi sind zwar „nur“ Steppe, aber auch hier gibt es die klassische Sandwueste. Ausserdem machen die riesiegen Herden von frei herumlaufenden Kamelen, Pferden, Yacks, Schafen und Ziegen die an sich schon geniale Landschaft noch schoener. Auch die Sonnenuntergaenge sind fast immer ein Traum (jaja Kitsch, bla bla).

Unterwegs haben wir dann natuerlich auch noch einige Tempel besucht, die durch die absolut Karge Landschaft teilweise wirklich hervorragend aussehen. Zum Fahren an sich muss man sagen, dass wir zwar jeden dritten Tag Roadtax zahlen mussten, aber Strassen gab es so wirklich eigtl nicht. Und genau das macht es wohl aus. Im Durchschnitt faehrt man so irgendwas um die 30 km/h und daher kann man die Landschaft sehr ausfuehrlich geniesen. Und ein anderer Nebeneffekt der „Strassen“ ist, dass man pro Tag mindestens einmal ein Auto irgendwo am Strassenrand stehen sieht, das entweder die Reifen wechseln muss (meistens) oder aber was groesseres zu flicken ist. Wir hatten insgesamt 3 Stops. Das erste mal, weil es uns die Radaufhaengung verrissen hat und die Blattfeder auseinandergefallen ist, das zweite mal, weil das Radlager den Dienst quiettiert hat, und das Dritte mal, weil ein kleiner Bolzen vom alten Radlager noch in der trommelbremse lag (Bild). Aber dafuer hatten wir ja Ana, unseren Fahrer. Am laengsten hat es gedauert, als die Blattfedern und die Aufhaengung drauf gingen, naemlich knapp eine Stunde. Und er hat alles immer nur mit 3 Werkzeugen repariert. Blattfedern wieder gerade geklopft oder aufgebockt mit eher wackligen Konstruktionen.

Relativ gegen Ende des Trips waren wir dann noch an einem See im Norden, knappe 140 km lang. Wir wollten ein bissl wandern und Bergsteigen, daher hat uns das Guesthouse im Ort geraten auf einen Berg zu wandern, 4 Stunden sollte es dauern. Wahscheinlich tut es das normal auch, nur bloed, dass man den Berg vom Ufer aus nichtmehr sieht. So sind wir dann einfach weiter gelaufen, und immer weiter gelaufen, bis wir nach 5 Stunden beschlossen haben umzudrehen. Im Ort angekommen haben wir dann herausgefunden, dass wir mal eben knapp 45 km gelaufen sind. Mir tat echt alles weh, und zwar richtig. Aber dafuer haben wir einen „Marathon“ gepackt.

Alles in allem war es echt ein saugeiler Trip, der mir einfach noch mehr Lust auf die Mongolei gemacht hat. Sogar soviel, dass ich mir fuer ein paar Tage ueberlegt habe, hier zu bleiben und mein Chinavisum verfallen zu lassen. Aber ich habe jetzt noch 6 Tage hier, das reicht mir dann hoffentlich.

Also lasst krachen

Tim

PS: Rock on:
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