Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for September 2009

Ulan Bator, Mongolei

Moin zusammn.

Obwohl ich eigtl heut noch einiges erledigen sollte, dachte ich schmeiss ich mal wieder n paar Bilder online und update mal kurz den ganzen Kram auf den Aktuellen Stand.

Also, wie oben schon zu erkennen war liegt Rusland nun hinter mir, nach nur 9 Stunden Grenzkontrolle. Und einer erneuten Reise im Transsib. Diesesmal aber ganz anders als das letzte mal. Waehrend ich das letzte mal der einzige nicht Russe im ganzen Wagon war war diesesmal glaube ich kein einziger Russe im Zug, da die ganzen Russen dieses Stueck, wenn sie es denn ueberhaupt befahren wollen mit den Zug am Morgen fahren, so wie die ganzen Mongolischen HAendler, die in meinem Reisefuehrer auch schon beschrieben wurden und auf die ich mich doch sehr gefreut habe. Aber schlecht war das ganze daher auf keinen Fall. Ich hatte ein 4er Abteil mit 2 Schweizerinnen. 2. Klasse, da es in dem Zug keine Dritte Klasse gibt. Aber wir hatten massig Platz und verdammt viel Spass. Bogie und Arkie warn saucool drauf und dann kam auch immerwieder noch n anderer Schweizer vorbei, de Martin, auch n saucooler Typ. (Bilder unten). Wir ham sauviel gelabbert, Karten gezockt und am letzten Abend ham wirs dann boese uebertrieben, was angesichts der Tatsache, dass wir am naechsten Tag um 5 aufstehen mussten, eher duemmerer Natur war, aber Spass gemacht hats wie die Sau, auch wenn die eine Stunde schlaf doch ziemlich reingehauen hat.

Voher gings ja fuer 9 Tage ab nach Olohn Island, einer Insel im See, auf der es einen See gibt. Hingefahren bin ich mit einem Tag verspaetung, da ich am Tag davor verpennt habe, dafuer war in dann aber mit Thomas und Izucku zusammen unterwegs. Also, egal wie ich es drehe und wende, es war einfach nur der Hammer auf der Insel, die meiste Zeit habe ich gecampt und bin die Westkueste hoch und runter gelaufen. Eine super Zeit war das. Und wiederinmal, so wie schon von Listwijanka nordwerts, vergisst man einfach nach einer Weile wirklich, dass es Suesswasser ist. Mir ging es oft so, dass ich wirklich das gefuehl hatte am Meer zu sein. Allein die Tatsache, dass wenn man an den Horizont schaut, nicht anderes ausser Wasser noch im Bild ist. Auch der Wellengang von bis zu 1,5 Metern unterstreichen eher weniger die Vorstellung, die man von einem See so hat. Daher ist es mir echt oft so gegangen, dass ich einfach immer wieder ans Wasser gegangen bin, um einen Schluck zu trinken, nur um mir klar zu machen, das ist immernoch Sueswasser. Wirklich ein extremes Gefuehl. Insgesamt kann man es nicht wirklich beschreiben.

Daher lieber zu den Sachen, die ich beschreiben kann, der Insel an sich: der Hammer. 4 Kilometer langer Sandstrand, Buchten noch und noecher, Waldwanderwege, Kuestenfelsen, Kuehe und Hunde ueberall. Wirklich wunderschoen. Auch die “Hauptstadt”, ist der Hammer. 2005 die erste Stromleitung gegriegt, kein fliessendes Wasser und 1 Laden mit Internet, richtig schoen weg von allem. Wettermaessig fast immer sonnig, aber durch den Wind etwas kuehl, aber in einem sehr locker ertrraeglichen Rahmen.

So, soweit mal das. Warum ich heute, trotz der 20 Grad draussen und dem geilen Wetter alles hier erledigen wollte ist einfach, morgen gehts naemlicg ab in die Gobi. Mindestens 16 Tage werde ich mit 2 supernetten Norwegerinnen, Thomas einem Deutsche und einer Suedtirolerin auf Mongoleitour gehen.

Also gehabt euch wohl.

Read Full Post »

Irkutsk, Russland

Soo, is ja jetzt doch schon wieder n bissl her, aber ich hatte im Zug, irgendwie klar, kein Internet und mein Hostel hier in Irkutsk hat auch kein Internet. Das einzige Internetcafe, dass ich bisher gefunden habe, wollte ueber nen Euro die halbe Stunde. Ausserdem war ich die letzten 3 Tage sowieso am Baikal wandern.

Aber wir fangen mal von vorne an, und zwar mit Moskau. Ich wollte euch ja noch ein paar Bilder hochladen, versuch ich jetzt auch, wenns klappt dann seht ihr am ende des Eintrags ne verdammt grosse Liste Bilder, da es heute einige werden. Ja sonst zu Moskau, war in Ordnung, Wetter wurde besser, aber so wirklich vom Hocker gerissen hats mich jetzt nicht, da man einfach merkt, dass es alles auf Touris abgestimmt ist und mehr oder weniger Fasade. Die Sehenswuerdigkeiten sind zwar schoen, und die Atmosphaere schon sehr Grosstaedtisch, aber naja, ich wollte an den verdammten See, daher hab ich mich nicht wirklich voll auf Moskau eingelassen. Das einzige wo ich sagen muss, dass es mich fertig gemacht hat waren die Metrostationen. Ich mein die Russen neigen zum uebertreiben, aber das man Metrostationen wie Schloesser baut ist schon hart. Bei den Bildern sind einige Metrostationen fuer euch dabei.

Dann gings also los, Nachts um 12 in Moskau ist der Zug der Zuege abefahren. Transibierische Eisenbahn, 3 Tage und 8 Stunden durchegehender Zugfahrt nach Irkutsk. Klingt erstmal langweilig, aber an Bord entwickelt sich so ein ganz eigener Charme, eine vollkommen abgeschottete Atmosphaere. Und all die Klischeegedanken die einem einfallen sind war. Vom Schachspielen mit dem 60 jaehrigen Russen, der waehrend der Partie einfach mal die Flasche Woddes platt macht, zu den netten alten Muetterchen, die einem auf dem Bahnsteig Fisch verkaufen, zu der Tatsache, dass man meistens der einzige ist der irgendwas ausser Russisch spricht, bis hin zur all-abendlichen Wodkarunde. Alles dagewesen, alles selbst gemacht. Es hat wirklich sehr viel Spass gemacht, auch wenn es am ersten Tag verhalten los ging, an Tag 2 und Tag 3 ging es dann umso freundlicher und familiaerer zu. Man lernt die Leute kennen, obwohl man sich gegenseitig eigentlich nicht versteht. Ein eigenartiges, aber wunderbares Erlebniss diese Zugfahrt. Ich kann es nur empfehlen. Jedem. Und immer in der billigsten Klasse, den da fahren auch die Russen.

In Irkutsk dann angekommen, um 4:45 Uhr, Moskauzeit zum Glueck, daher wars angenehm, grade mit dem Morgen trudelt man hier ein. Dann gings ab zum Hostel, ich habe auch nur 2 Stunden gebraucht es zu finden, was in anbetracht der Groesse vom Stadtzentrum von Irkutsk eine wahre Glanzleistung ist, da man eigtl max. 30 Minuten braucht um das Zentrum einmal zu Durchqueren. Irgendwie gings dann doch, und ich habs geschafft, Admiral Hostel. Klingeln und los, denkst de. Ich klingel, einmal, zweimal, dreimal. Steh da wie der Depp, voll beladen, bis mir irgendwann ein netter Mann die Tuere aufmacht. An seinem Hals hing ein verdaechtiges Kezchain mit dem Aufdruck: VFB Stuttgart. Nach kurzem Englischen Intro hat er mich dann erklaert, auf Deutsch, dass die Leute vom Hostel sehr selten da sind, ich soll einfach reinkommen, mir breit machen, das passt schon. Alles klar, gesagt getan. Irgendwann kam dann auch jmd vorbei, Bett ist frei, passt. Ich mag es irgendwie, diese Atmosphaere hier. Ja macht halt mal, lasst einfach nur die Wohnung ganz, den das ist es, eine Wohnng voll mit Betten. Nette Leute im Hostel, alles super. Bleib ja eh nur eine Nacht. Der Tag in Irkutsk war auch cool, hatte alles eine sehr geile Stimmung hier, irgendwo hat dann einfach eine Blaskappelle angefangen zu spielen und alle alten Leute haben angefangen zu tanzen, es ist schoen die Uferpromenade am Fluss entlang zu laufen und insgesamt gesehen hat mir die Stadt sehr gefallen. „Paris des Osten“ ist aber doch etwas uebertrieben. Vorallem, da mitten im Stadtzentrum erst eine wundebare Fussgaengerzone ist, direkt dahinter ein riesen Kaufhaus voll mit gefaelschtem chinesischen Technikkram, beispielsweise BMW Handys, mit Schreibfehler (Bairische Motorenwerhe). Direkt dahinter ein riesiges und extrem verworrenes Netz aus aus Markthallen voll mit gefaellschten Klamotten und dahinter einfach mal Slums. Alles direkt im Zentrum. Das Gefuehl, wenn man da lang laeuft ist hochinteresant, und die Wechsel machen es noch spannender. Mir gefaellt es hier.

Dann am naechsten morgen, also um 12, gings ausm Hostel los zum Busbahnhof und ab nach Listwijanka, einem kleinen Ort am Baikal. Von da ging dann der GBT – Great Baikal Trail – Richtung Norden. Eigentlich eine, laut Internet leichte Route, wenn man sie denn findet, den genau das war mein Problem. Ich habe eine halbe Stunde nach dem Anfang der Trails gesucht, der irgendwo in Listwijanke durch ein Schild angezeigt werden sollte, es aber nicht wurde. Naja, an der Kueste geht auch ein Weg lang, das wusste ich. Er soll zwar schwieriger sein, aber gut, Weg ist Weg, ne.

Auf keinem Auge. Am ersten Tag hiess es fuer mich Felswandklettern an der Steilkueste, Klippen ueberwinden, und das alles auf maximal 40cm breiten „Wegen“. Das war mehr ein felswandklettern als ein wandern. Ich hatte echt Schiss teilweise und haette besser gleich am Anfang umkehren sollen, ich Depp. Ich mein die Aussichten warn der Hammer, aber das Risiko auf keinem Auge wert. Am zweiten Tag wollte ich dann weg von der Kueste zum Trail hin, der irgendwo im Wald parallel zur Kueste verlaufen musste. Also, dem ersten Pfad gefolgt, der in den Wald fuehrte, der dann aber nach 40 Minuten einfach endete, In einem mit Gras bewachsenen Steilhang. Also, entweder da hoch, oder zuruck zur Kueste, an der aber kein Weg weiter ging, da ein Fels abgebrochen war und alles blockierte, oder ganz zurueck, was nicht ging, da ich um an den Strand zu kommen an dem Ich war einen 3 Meter Felshang runter musste, den ich so nichtmehr hoch komm. Also hoch den Steilhang. 3 Stunden habe ich bebraucht, auf allen Vieren und nur mit dem Messer als Haken in der Hand um da hoch zu kommen. Pause war nicht wirklich moeglich, da es so steil war, dass man selbst beim sitzten abrutschen wuerde, ein paar Hundert Meter weit und dann direkt in den Wald brettern wuerde, was das Rueckrad wohl nicht so sehr moegen wuerde. Oben angekommen einfach mal strickt in eine Himmelsrichtung den Wald quer durchlatscht, bis ich den verdammten Weg dann nach insgesamt 5 Stunden gefunden habe. Ab dann gings direkt mit dem GBT an die Kueste runter. Auf gut Deutsch ich habe insgesamt 7 Stunden gebraucht um ungefaehrt ein oder zwei Kilometer Kuestenlinie vorwaertz zu kommen. So eine Scheisse mach ich nie wieder, ab sofort wird umgekehrt, ich hatte, vorallem an Tag 2, echt Schiss aus dem Dreck nie wieder raus zu kommen. Nie nie wieder. Tag 3 war dann geil, da der Trail ab hier die Kueste entlang ging, und sehr einfach zu laufen war, vorallem im Vergleich. Aber trotz allem, hat es sich gelohnt. Aber die naechsten Paar Tage werde ich auf Olkohn verbringen, das heist relaxen, Baden, Omul essen. Mehr nicht. Keine Expermimente oder sonst was.

Heim gings per Raketta, eine Art Schnellboot. Von da dann mit der Marutschka ins Zentrum. Zur erklaerung, Marutschkas sind eine Art Mischung aus Bus, Taxi, Suizidzelle. EInsteigen auf eigene Gefahr. Es gibt keinen Fahrplan und Englisch kann sowieso keiner. Egal, rein da, wird schon ins Zentrum gehen, irgendwie. Hat dann auch gepasst, ging direkt ins Zentrum, und zwar mit dem hier tzpischen, doch insgesamt eigentlich extrem miserablen und sehr aggressiven Fahrstil, Ueber Rot, Durch die Bushaltestelle rasen um zu ueberhollen, Gegenvehrkehrsspur nutzen, obwohl Gegenverkehr da ist und alles andere was man so versauen kann. Aber auch toll, egal wie lang, es kostet immer nur 10 Rubel, glaub ich.

Aber genug des Gesabbels, hier kommen die Bilder:

(So jetzt reichts mir, eigtl habe ich 71 Bilder hochgeladen, aber da das Inet hier immer wieder hing hat das Teil die nicht dem Artike zugeordnet, daher musste ich alles von Hand einfuegen und das Dauert, lange geschichte, kurser Sinn, das sind nicht alle Bilder. Aber nach 5 Stunden hab ich echt keinen Bock mehr, sry.)

die mich uebrigens viel Zeit, Nerven (!!!) und auch Rubel gekostet haben, also das Hochladen. Weil DSL ist nicht DSL.

Bis die Tage, ich geh nach Olkohn.

Read Full Post »